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Meibomdrüsen-Dysfunktion

Die Meibomdrüsen-Dysfunktion (MGD) gehört zu den häufigsten Ursachen trockener Augen. Im Gegensatz zu einem reinen Tränenmangel liegt hier meist eine Störung der Tränenfilmstabilität vor.

Funktion der Meibomdrüsen

Die Meibomdrüsen befinden sich im Lidrand und produzieren eine lipidreiche Sekretion. Diese Lipidschicht bildet die äußerste Schicht des Tränenfilms und reduziert die Verdunstung der Tränenflüssigkeit.

Ist diese Schicht gestört, verdunstet der Tränenfilm schneller und verliert seine Stabilität.

Was passiert bei einer Dysfunktion?

Bei einer Meibomdrüsen-Dysfunktion verändert sich das Drüsensekret. Es wird zähflüssiger und kann die Ausführungsgänge der Drüsen teilweise verstopfen.

Dadurch gelangt weniger Lipid auf die Augenoberfläche, was zu einer erhöhten Verdunstung und einem instabilen Tränenfilm führt.

Folgen für die Augenoberfläche

Ein instabiler Tränenfilm reißt schneller auf. Die Augenoberfläche wird ungleichmäßig benetzt, was zu Reizung, Brennen und schwankendem Sehen führen kann.

Typisch ist auch, dass reine Tränenersatzmittel keine ausreichende Besserung bringen, da die zugrunde liegende Störung der Lipidschicht bestehen bleibt.

Zusammenhang mit Entzündung

Die Meibomdrüsen-Dysfunktion steht häufig im Zusammenhang mit Lidrandveränderungen und entzündlichen Prozessen.

Es kann ein Kreislauf entstehen aus veränderter Sekretzusammensetzung, Drüsenverstopfung und weiterer Funktionsverschlechterung.

Einflussfaktoren

Die Entstehung ist meist multifaktoriell. Eine Rolle spielen unter anderem:

– Bildschirmarbeit und reduziertes Blinzeln
– hormonelle Veränderungen
– Umweltfaktoren wie trockene Luft
– Kontaktlinsen oder Medikamente

Klinische Einordnung

Die Meibomdrüsen-Dysfunktion ist häufig ein zentraler Treiber chronischer Beschwerden bei trockenen Augen.

Entscheidend ist die individuelle Einordnung, da sich daraus unterschiedliche therapeutische Ansätze ergeben.

Einordnung:
Nicht jede Form trockener Augen ist gleich. Eine Meibomdrüsen-Dysfunktion betrifft vor allem die Stabilität des Tränenfilms und kann andere Mechanismen überlagern.